Katholische Ärztearbeit Deutschlands e.V.

Besinnungstage der katholischen Ärztearbeit Deutschland

26. bis 29. November 2015 - Benediktinerinnen-Abtei Maria Heimsuchung, Steinfeld / Eifel

Versöhnung

Als Ärzte sind wir motiviert und sozialisiert in dem Wunsch, Krankheiten zu behandeln und Kranke zu heilen. Allzu oft werden wir demgegenüber damit konfrontiert, dass Menschen mit schweren Erkrankungen zutiefst leiden und in seelischen Nöten von uns unheilbar sind. Wir stoßen an unsere Grenzen.

Daran hat auch der rasante medizintechnische Fortschritt nichts geändert, manchmal verursacht die Technisierung der Medizin sogar neue Qualen.

Wie können wir als Ärzte uns aussöhnen mit dieser Situation, wie nützen wir den uns anvertrauten Patienten in existentiellen Krisen, ohne ihnen zu schaden oder sie zu vertrösten auf nicht angemessene Heilungsversprechen? Wie kann es den Patienten gelingen, ihre Erkrankung zu (er)tragen und das oftmals dadurch bedingte Scheitern eines Lebensentwurfs zu akzeptieren? Darüber hinausgehend beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie werden wir fertig mit der Zerrissenheit unserer Welt, in der oftmals der Mensch des Menschen größter Feind ist und wir uns und unsere natürlichen Lebensbedingungen selbst zerstören? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, dass wir zurückfinden zu einer Kultur der Achtsamkeit statt zu verzweifeln? Wie kann Versöhnung mit sich selbst und in zerstrittenen Gemeinschaften wachsen?

Bei all diesen Fragen steht uns wie schon im letzten Jahr Herr Pater Kunz,SJ., dankenswerterweise begleitend zur Seite. Sozusagen in Fortsetzung des Themas der Tagung des letzten Jahres „Heilung durch Barmherzigkeit“ werden die komprimierten Impulsvorträge vertieft, und er steht uns erneut als kompetenter geistlicher Tagungsleiter zur Verfügung.

Wir dürfen gespannt sein und uns auf die Tagung in Steinfeld freuen.  Auch  die Schwestern  laden herzlich ein zur Teilnahme an ihren Stundengebeten und beginnen mit uns das neue Kirchenjahr am ersten Adventswochenende. Für jeden soll außerdem genügend Raum und Zeit für persönliche Besinnung gegeben sein.


Programm

Bericht